Herzklappenprothesen erfordern kontrollierte Lagerbedingungen
Herzklappenprothesen sind implantierbare Medizinprodukte, die unter definierten Umgebungsbedingungen gelagert und transportiert werden müssen. Um die Produktintegrität und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben zu gewährleisten, muss die Temperatureinwirkung während der gesamten Lagerung und des Transports angemessen überwacht werden – insbesondere bei der Distribution über große Entfernungen und bei längeren Lagerzeiten. Der Einweg-Zeit-Temperatur-Indikator (TTI) „Thermis Tag 1“ bietet eine visuelle Kontrolle der Temperatureinwirkung während der Lagerung und des Transports von Herzklappenprothesen und unterstützt so das Qualitätsmanagement der Kühlkette. Die folgende Tabelle fasst gängige Arten von Herzklappenprothesen sowie deren typische Anforderungen an Lagerung und Transport zusammen.
Klappentyp | Lagerungsumgebung | Temperaturanforderungen |
Mechanische Herzklappen (Pyrolytischer Kohlenstoff/Metall) | Trockene, sterile Sekundärverpackung. | 15 °C – 30 °C (Raumtemperatur) |
Biologische Herzklappen (nass) (Porcin/Bovin) | In 0,5 %iger Glutaraldehydlösung gelagert. | 5 °C – 25 °C (Einfrieren vermeiden) |
Biologische Herzklappen (trocken) (Fortschrittliche Technologie) | Sauerstofffreie Vakuumverpackung mit Feuchtigkeitskontrolle. | 15 °C – 25 °C (Umgebungstemperatur) |
Humane Allografts (Spendergewebe) | Kryokonserviert im Dampf von flüssigem Stickstoff. | -135 °C bis -196 °C (Ultratief) |

Biologische Klappen reagieren empfindlicher auf Unterbrechungen der Kühlkette
Im Vergleich zu mechanischen Klappen sind biologische Herzklappenprothesen aufgrund ihrer biologischen Zusammensetzung und der Konservierungsverfahren im Allgemeinen empfindlicher gegenüber Umgebungsbedingungen. Während der Lagerung und des Transports kann es über verschiedene Phasen der Handhabung hinweg zu einer kumulativen Temperatureinwirkung und unbemerkten Temperaturabweichungen kommen, was die Aufrechterhaltung einer durchgehenden Kühlkettenkontrolle erschwert.
Mangelnde Transparenz bezüglich der Temperatur erhöht das Transportrisiko
Eine zentrale Herausforderung in der Logistik von Herzklappenprothesen ist die fehlende Transparenz hinsichtlich der kumulativen Temperatureinwirkung, sobald die Produkte das kontrollierte Lager verlassen. Stichproben und Endkontrollen können nicht abbilden, was während des Transports oder der Zwischenlagerung geschieht.
Der Zeit-Temperatur-Indikator „Thermis Tag 1“ schließt diese Lücke durch eine klare, visuelle Anzeige direkt auf der Verpackung. Der irreversible Farbwechsel zeigt an, ob vordefinierte Zeit-Temperatur-Grenzwerte überschritten wurden. Dies ermöglicht ein schnelles Screening und die frühzeitige Identifizierung von Lieferungen, die möglicherweise einer weiteren Überprüfung bedürfen – ganz ohne Stromversorgung, Software oder Datenauslesung.

Der Thermis Tag 1 TTI unterstützt die langfristige Einhaltung von Vorschriften und die Rückverfolgbarkeit
Herzklappenprothesen erfordern häufig eine langfristige Lagerung sowie komplexe Vertriebsprozesse, was hohe Anforderungen an die Überwachung von Stabilität und Flexibilität stellt. Der Zeit-Temperatur-Indikator (TTI) Thermis Tag 1 bietet einen breiten Überwachungsbereich von –30 °C bis +70 °C (±0,5 °C über den gesamten Bereich) mit individuell anpassbaren Temperaturschwellenwerten und lässt sich so an die unterschiedlichen Lager- und Transportanforderungen verschiedener Klappentypen anpassen. Seine Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren unterstützt eine langfristige Bestandsverwaltung, während eindeutige Seriennummern eine lückenlose Rückverfolgbarkeit ermöglichen. Zusammengenommen erleichtern diese Funktionen die Integration einer visuellen Zeit-Temperatur-Überwachung in regelkonforme Lager- und Logistikprozesse für Herzklappenprothesen, die auf lange Zeiträume ausgelegt sind.

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